F123: Mehr JETZT - weniger Irgendwann

Shownotes

Wir denken an morgen, planen die Zukunft und verlieren dabei oft den Moment, in dem unser Leben eigentlich stattfindet. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum uns das Hier und Jetzt so schwerfällt und was dabei in unserem Gehirn passiert.

Wie kannst Du wieder mehr Gegenwart in Dein Leben bringen?

NEUE Rubrik: Der Soundtrack Deines Lebens. Als DeeJane Äinschi L.O.V.E. hat Äinschi viele Jahre die Menschen auf die Tanzflächen gezogen. Ab sofort findest Du unsere Playlist auf Spotify: Tanzen Geht Immer Äinschis Talk

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Webseite von Äinschi Jacobsen Coaching

Transkript anzeigen

00:00:00: Ein Schüler kommt zu seinem Meister und berichtet ihm, was er seit dem Letzten Wiedersehen erlebt hat.

00:00:06: Denkt nur, sagt er mit leuchtenden Augen.

00:00:08: im Himalaya habe ich einen weißen Mann kennengelernt der in die Zukunft und diese Hochkunst lehrt ein Autivations-Parkast.

00:00:17: Das ist nun wirklich nicht der Hals an unterschiedlichen Meister gelassen und das Land jeder!

00:00:22: Ich wäre etwas ehemaligeres.

00:00:25: Was denn?

00:00:26: fragte Schüler Neugierig.

00:00:29: die Gegenwart zu sehen.

00:00:44: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Angie's Talk mit mir, Angie Jacobsen und mit The Voice Martin Pusher!

00:00:52: Lieber Martin vielen Dank dass du heute erst malig das Intro gesprochen hast.

00:00:57: ich fand es wunderbar.

00:00:58: ich höre deine Stimme so gerne.

00:00:59: wie gehts dir?

00:01:00: Mir geht´s hervorragend und ich liebe Premiering.

00:01:03: Ja, mal sehen ob die Premiere nicht noch weitergeht.

00:01:06: Ich glaube das gefällt mir gut wenn du das Intro machst.

00:01:09: Martin Du hast eine kurze Geschichte erzählt über den Meister der seinen Schüler trifft und der Schüler sagt boah in die Zukunft schauen ist sowas tolles.

00:01:18: aber Der meister sagt Die wirkliche Kunst liegt darin In der Gegenwart zu bleiben die Gegenwart zusehen und auch die Gegenwart zu leben.

00:01:29: Warum

00:01:30: fällt es uns denn so schwer, hier und jetzt zu sein?

00:01:35: Du hast bestimmt einen wissenschaftlichen Hintergrund Martin.

00:01:38: Die vermutlich bekannteste Studie stammt von den Harvard-Psychologen Matthew Killingsworth & Daniel Gilbert und zwar aus dem Jahr zehntausendzehn.

00:01:47: Sie untersuchten über eine Smartphone App tausende Menschen im Alltag und wollten wissen was tun Menschen gerade?

00:01:54: Woran denken sie Und wie glücklich fühlen sie sich dabei?

00:01:58: Das Ergebnis war wirklich verblüffend, liebe Angie.

00:02:01: Menschen verbringen durchschnittlich fast fünfzig Prozent ihrer Wachzeit gedanklich nicht im gegenwärtigen Moment und immer.

00:02:10: wenn die Gedanken abschweiften also in Richtung Sorgen Zukunft grügeln oder Fantasien dann waren die Menschen im Schnitt unglücklicher.

00:02:19: Und ein starker Satz aus dieser Studie lautet also singemäß, Ein wandernter Geist ist ein unglücklicher Geist.

00:02:27: Unser Hirn ist also ständig unterwegs nur oft nicht dort wo unser Leben gerade stattfindet.

00:02:35: Jetzt aber die erläuternde Nachricht des Gehirns macht es ja nicht weil irgendwas falsch läuft und uns ärgern will sondern im Grunde ist das aus der Historie entstanden.

00:02:47: Unser Hirn will uns schützen.

00:02:50: Früher war Zukunftsplanung überlebenswichtig, Stichwort Sebelzahntiger!

00:02:56: Wir mussten immer im Hirn den Gedanken haben was könnte nach der nächsten Felsen-Ecke lauern?

00:03:03: Wo könnte ein Abgrund sein und wo könnte uns etwas passieren?

00:03:06: Heute ist es diese Zukunftsplanungen geblieben.

00:03:11: und was passiert mit unserem Gehirn?

00:03:13: wir sitzen dann abends oft gerne mal auf der Couch Denken dann nicht über den Tiger nach, sondern ist meine Altersvorsorge denn wirklich richtig.

00:03:23: Habe ich heute alle Rechnungen?

00:03:25: Kommt da noch was?

00:03:26: Mensch wie habe ich denn mit der Nachbarin heute?

00:03:28: Wird die gekränkt sein?

00:03:29: Hab' ich da irgendwas?

00:03:30: Oh Gott!

00:03:30: Was muss ich noch erledigen?

00:03:31: und die Einkaufsliste... Also wir haben immer wieder etwas, was wir im Kopf haben Martin.

00:03:40: Aber unser Gehirn meint es ja wirklich gut mit uns.

00:03:42: also das ist ja wirklich nicht der böse Wille, der da aus unserem Gehirns spricht.

00:03:47: Aber wir müssen ja eine Lösung davon haben.

00:03:50: Wir sind nicht mehr von Sebelzahntigern umgeben und nicht hinter jeder Ecke lauert sozusagen das Grauen!

00:03:57: Ja, und du hast es richtig gesagt.

00:03:58: Das Gehirn meint das eigentlich gut mit uns aber... ...es tut uns nicht gut mit diesem Verhalten.

00:04:05: Und deswegen als es löst natürlich Stress aus, Kottisonenspiegel steigt und diese ganzen üblichen Sachen die wir euch ja gerne immer wieder mal sagen.

00:04:15: Stress ist nicht gut für uns.

00:04:17: Wer sich erinnert an den früheren Podcasts ich mache ganz bewusst eine Stress-Lösung für mich weil ich mit dem Herzen Probleme bekommen habe für euch ein paar kleine Lösungsschritte, damit ihr wieder besser in der Gegenwart rumtapern könnt und nicht immer schon in die Zukunft rüber geht.

00:04:38: Martin ich fange gleich mal an Weil mein erster Punkt den darf ich auf keinen Fall vergessen weil mich der so fasziniert.

00:04:45: Du weißt ja, Ich habe ja mit Antje drei wunderbare Töchter in meinen Leben bekommen und unsere jüngste war Ja vor einigen Monaten in Taiwan für einen Semester lang sechs Monate dort im asien.

00:04:56: Und natürlich haben wir beiden Mütter immer wieder gesagt wenn schick uns doch mal Fotos oder macht doch mal video wie sieht's denn da aus?

00:05:02: Wie ist das so?

00:05:03: wo bist du da genau?

00:05:04: Wo wohnst du denn?

00:05:05: in diesem studentenheim?

00:05:06: und und kam Martin?

00:05:09: also

00:05:10: sehr zäh und sehr wenig.

00:05:12: Sie hat mir das, aber wir haben natürlich oft auch telefoniert, sie hat mir mal erklärt Und ich muss ehrlich sagen Ich lerne gerade von unserer jüngsten Tochter, die ist zweiundzwanzig etwas was ich wirklich schon fast verloren habe.

00:05:25: Sie lebt in dem Augenblick!

00:05:27: Sie sagte knallhart zu mir Mensch Angie, ich mache nicht immer so Fotos mit dem Handy Das brauche ich nicht.

00:05:34: Ich genieße es!

00:05:36: Ich genießt das im Augenblick.

00:05:39: Und meine Tochter und bestimmt auch ganz viele jüngere Menschen da draußen, die können das was ich jetzt schon verloren habe.

00:05:45: Die genießen den Moment sie schauen bewusst in den Himmel Sie riechen mal bewusst nach den Düften die da draußen sind.

00:05:54: Sie hören auch mal bewusst zu wenn jemand spricht und du nicht nebenher etwas anderes machen!

00:06:00: Das ist mein erster Tipp für euch sammelt Erinnerungen, macht nicht immer ein Foto im Handy.

00:06:07: Ich bin ja da auch!

00:06:08: Ich fasse mich an die eigene Nase.

00:06:09: ich weiß wer mir auf Instagram folgt sieht ja dass ich oft präsent bin aber ich arbeite immer mehr dran nicht mehr alles als Beweisfoto zu sehen sondern ich sammel in meinem Kopf und vor allem in meinem Herzen Erinnerung und das kann ich indem ich hier und jetzt genieße.

00:06:25: und jetzt während du den zweiten Tipp sagst schau ich mal Gedanken verloren zu meinen Fenster raus.

00:06:30: Martin es ist ein wunderschöner Himmel heute blau.

00:06:33: Ja, du bist im Augenblick.

00:06:35: Das ist richtig so!

00:06:36: Das andere ist ja wenn wir den Augenblick haben wollen dann denken ja manche hey da muss ich jetzt zwanzig Minuten meditieren eine Kerze vielleicht anzünden absolute Ruhe haben das ist vielleicht wirklich auch ne tolle Geschichte aber das können ja viele auch wirklich nicht.

00:06:53: Beginn da vielleicht einen Moment viel kleiner und ich sammle Mikro Moment, also vielleicht die zehn Sekunden am offenen Fenster morgens.

00:07:03: wenn du vielleicht raus gehst.

00:07:05: Einmal tief durchabend und vielleicht ist mal diese frische Frühlingsluft genießen oder vielleicht hat es in der Nacht geregnet dann riecht das vollkommen anders.

00:07:13: Das sind Aspekte die sind großartig.

00:07:16: bei Angie.

00:07:17: ja ich habe noch eins gestreht das muss ich sagen.

00:07:20: und jetzt kommst Du zum Metzger.

00:07:22: Auch mal schön tief durchatmen, das ist natürlich was für die nicht Vegetarier unter

00:07:26: uns.

00:07:26: Ich sehe gerade was du da aufgeschrieben hast!

00:07:29: Naja klar ich sag mal Bäckerei Metzgerei irgendwo wo es leckeres Essen gibt dann kann man auch mal tief einatmen und im Moment sein oder Martin?

00:07:36: Oder bei uns in der

00:07:37: Küche?!

00:07:39: Immer wieder... Das Interessante ist ja, ich kann nämlich erinnern dass Du auch an einem Podcast mal etwas gesagt hast vom Barfuß gehen.

00:07:47: also das ist grade Vielleicht im Sommer in der wärmeren Jahreszeit ein unheimlich tolles Momentum ist, wenn man wirklich barfuß über einen Rasen geht.

00:07:56: Auch das ist ja ein Moment, der den ganzen Körper einnimmt und die Gegenwart halt wirklich zu diesem Mikromoment macht.

00:08:04: Ja, und ich erinnere mich auch wenn in der Sauna da gehe ich sowieso barfuß aber man hat ja Schlappen an.

00:08:11: Und dann erinnern mich eigentlich die anderen immer.

00:08:13: Die selbst im Winter, gerade wenn Schnee liegt ziehen sie dann die Schlappalle aus... ...und gehen mal barfuus über den Schnee!

00:08:20: Ich mache das auch sehr gerne inzwischen.. ..und ich bin froh über meine Vorbilder die da so laufen weil ich mich manchmal selber nicht dran erinnert.

00:08:28: Also erinnern euch daran und denkt an mich als ich ein Kind war weiß ich noch bin ganz viel Barfuß gelaufen und auf einem Aufenthalt bei einer Hütte bin ich mal Martin, kannst du dir vorstellen so richtig?

00:08:40: Vor lauter Laufen und Lustigseilen.

00:08:41: Und die Kühe habe ich angeschaut dann bin ich in ein Kupfladen gedreht.

00:08:46: Das

00:08:46: Geräusch!

00:08:47: Und vor allem dann die Füße sauber machen das geht ja so richtig durch die Zähnen durch.

00:08:51: aber

00:08:51: war...ich erinnere mich bis heute dran war schön weich und warm.

00:08:56: Ja, das sind natürlich Dinge die unser Nervensystem liebt.

00:08:59: Da schießt es hoch!

00:09:01: Die Nerven lächeln regelrecht weil sie lieben diese kleinen bewussten Momente.

00:09:07: und was wir gerade erzählt haben mit dem Gehen Das ist wirklich etwas was Studien belegen dass wenn du achtsam gehst Reduzierst du deinen Stress.

00:09:16: dein Cortisol-Spiegel senkt sich Und Du wirst doch emotional stabiler.

00:09:21: Ich rede hier wieder von Resilienz mit beiden beiden im leben stehen.

00:09:27: ich sage mal gerne Bleib bei dir sei bei dir selbst.

00:09:32: und ein kleiner Walk, Barfuß oder achtsames Gehen.

00:09:36: Du musst nicht immer barfuß gehen.

00:09:37: Geh mal einfach achtsam!

00:09:39: Achte auf deine Füße.

00:09:41: Überleg mal wie die Zehn.

00:09:42: vielleicht hast du Strümpfe an?

00:09:43: Vielleicht bist du barfußen in den Schuhen?

00:09:45: Vielleicht hast du Sandalen an?

00:09:46: Äh... vielleicht läufst du bar fuß im Sand?

00:09:49: Geh' mal bisschen da so rein und lass mal deine Zehn auch wieder mit dir in Kontakt kommen.

00:09:54: ja Ich äh.. bin ja öfter Mal im Fastenurlaub im Schwarzwald.

00:09:58: Da ist ein An einem Tag Und zwar ziemlich am Schluss.

00:10:01: machen wir ganz bewusst ein, wie nennen die das bewusstes Gehen?

00:10:06: Also da wird nicht gesprochen.

00:10:08: Da geht die ganze Gruppe schweigend und wir gehen bewusst und vorher wird natürlich gesagt achtet mal auf die Vögel, die da schwirren.

00:10:15: Schaut genau auf die Natur, die der ist.

00:10:18: oder es ist egal ob Winter- oder Sommer.

00:10:20: achte drauf vielleicht Blüht was vielleicht liegt irgendwo Schnee.

00:10:25: welche Gerüche nimmst du wahr?

00:10:27: und dass nennt man achtsames Gehen.

00:10:30: ja bewusst darauf achten, wie du gehst und nicht Schritte zählen.

00:10:35: Nicht die Leistung!

00:10:36: Nicht.

00:10:36: wann komme ich endlich an?

00:10:39: Angie, da habe ich sofort eine Schwäche bei mir erkannt.

00:10:41: Wenn ich nach draußen gehe auch wenn ich ins Dorf reingehe das sind so nach fünfzehn Minuten etwa Das erste was ich mache, ich mach halt meine Trainings-App an.

00:10:48: So nach dem Motto draußen gehen also im Counting my steps totaler Blödsinn weil in dem Augenblick guckt man immer wieder zwischendurch mal auf die Uah ja wie weit bist du denn gegangen?

00:10:58: Wie viele Minuten sind in vergangen?

00:10:59: und dass ist der Mess Stress so will ich den einfach mal nennen Der uns im Alltag manchmal auch empfängt.

00:11:05: nicht alles muss ja sofort und in der angemessenen Zeit erledigt werden, sondern da verlieren wir glaube ich tatsächlich unseren Augenblick.

00:11:13: Da sprichst du ein wahres Wort und ich möchte jetzt nicht diese Sachen verteufeln – ich habe auch so eine Smartwatch!

00:11:17: Und wenn Du gerade in einem Trainingsmodus bist und wenn Du das brauchst?

00:11:22: Klar macht es!

00:11:23: Du willst ja wissen deine Ergebnisse dafür hast Du das ja.

00:11:26: aber wenn Du ganz normal nach draußen gehst und einfach

00:11:29: nur

00:11:30: aktiv was tun willst Da ist doch total egal, ob die Uhr danach anzeigt.

00:11:33: So und so viele Schritte oder so und so viel leg sie noch einfach ab, lasse zu Hause.

00:11:37: Ich mache es übrigens öfter Martin Und das war für mich wirklich ein Lernstress wiederum weil das gar nicht so easy war Weil ich ja immer wissen wollte oh abends meine Frau ist eine Die zeigt mir dann abends oft Schau mal!

00:11:48: Ich habe wieder drei Kreise.

00:11:49: bei Apple Ist das ja glaube mit diesen Kreisen?

00:11:51: Und ich bin dreimal hab ich mein Ziel erreicht und so und ich sag dann immer Ja und jetzt Was ist jetzt?

00:11:58: Aber da lache ich natürlich dabei.

00:12:00: Macht es gerne, wenn ihr gerade in einem Modus seid wo ihr das braucht aber legt es auch ab und zu ab!

00:12:11: Das Leben permanent kommentieren, das Leben und uns herum ist ja sehr vielfältig.

00:12:14: Wir werden ja beeindruckt von Dingen die wir vielleicht im Fernsehen sehen, die wir in den Nachrichten im Radio sehnen, die vielleicht auch von Social Media Und irgendwie kommen wir dazu dass wir permanent irgendwie unser Leben kommentiert.

00:12:26: also wie bewerten unser leben In Gedanken eigentlich permanent.

00:12:30: was müsste denn vielleicht anders sein?

00:12:32: Dass hätte noch schneller gehen können.

00:12:34: warum habe ich das noch nicht geschafft?

00:12:37: Das sind alles Aspekte die in mir Natürlich schon auch unbewusst und manchmal sogar bewusst Stress auslösen.

00:12:45: Da muss es doch eine Methode geben um dieses ewige Kommentieren Angie, auch möglicherweise abzustellen vielleicht mit einem guten Berater zu sagen der Augenblick ist gut

00:12:55: Mein Tipp ist wirklich vier Buchstaben und das heißt stopp.

00:12:58: Und zwar wirklich im Kopf die Hand nach vorne, stopp!

00:13:03: Ja zu deinem inneren Kommentator wir haben da auch eine Folge dazu.

00:13:06: Das Gedankenkarussell Könnt ihr euch mal anhören?

00:13:09: Da gehen wir noch mehr darauf ein Sagt Stopp.

00:13:12: und wenn ihr zu eurem Hirn mal kurz STOPP sagt ich sag's bewusst jetzt so oft Dann merkt dieses dann das Hirnen funktioniert er sofort.

00:13:19: das sagt ah stop okay ich höre auf und dann ist auch Ruhe.

00:13:22: ja Bei Social Media ist es übrigens auch so, sag ich mal.

00:13:27: Ab und zu könnten sich manche Kommentierende dieses Stoppmal sagen nämlich... Man muss nicht jeden Mist kommentieren!

00:13:34: Man muss auch nicht jeden dünn Schiss aus dem Kopf rausgeben!

00:13:38: Man muß auch nicht alles anschauen.

00:13:40: wenn's einem nicht gefällt dann scroll mal weiter aber kommentiert doch nicht all das.

00:13:44: früher haben wir gesagt ganz gerne immer wenn einer Schule dauernd geplappert hat hey einfach mal die Klappe halten Martin, was wir noch tun können?

00:13:52: Ein kleiner Schritt.

00:13:54: Das ist sehr, sehr schwierig und ich möchte dich mal fragen ob du das könntest.

00:14:00: Erlaube dir mal unproduktiv zu sein, faul zu sein!

00:14:05: Du bist Geschäftsmann da geht es immer auch um Umsatz.

00:14:07: Kannst du das?

00:14:09: Nein, das kann ich überhaupt nicht, lieber Angie.

00:14:11: Also dieses Thema Faulheit trifft wirklich einen Wundenpunkt bei mir und bin ich schmerzlich angefasst.

00:14:18: genau bei diesem Aspekt.

00:14:20: Am Wochenende gehört man sich vielleicht mal, diese Faulheit.

00:14:24: Aber was du ja auch ansprichst ist die Faulheid am Tag auch mal zu haben und wenn es halt mal fünf Minuten sind also den Augenblick tatsächlich mal zu geließen und nicht permanent von einer Aufgabe zur nächsten zu hassen.

00:14:38: Da habe ich einen großen Lernpunkt gebe ich offen und ehrlich zu.

00:14:42: Also da geht es praktisch traumatisch, dass du dir was raussuchst.

00:14:45: Was mal kein Ziel hat!

00:14:47: Weil wir sind natürlich... Du bist auch von der Branche her so wie ich, wir sind immer zielorientiert.

00:14:52: Wir sind ja inzwischen so gepolt also schon seit Jahrzehnten weiß ich das.

00:14:56: wenn man mir ein Problem gibt dann bin ich sofort in der Lösungssuche im Kopf.

00:15:03: So sind wir einfach aufgewachsen, aufgelehrt worden und in den neunziger Zwarten du bist so ja gerade in der IT.

00:15:09: Ich weiß zum Beispiel in Gesprächen mit Freundinnen wenn wir manchmal so spazieren gegangen sind Und die sagt ihr dann ach ich habe dessen das Problem?

00:15:15: Ich war dann sofort auf Lösungssuche und hab manchmal vergessen Die will jetzt gar keine Lösung!

00:15:21: Die will nur darüber reden was sie da aufregt und dass es blöd ist.

00:15:24: Die braucht jetzt gar eine Lösung Hab ich übrigens lernen müssen kann ich inzwischen ganz gut unterscheiden.

00:15:30: einfach reden und sage nicht was eine Lösung sein könnte, weil es muss ja nicht immer ne Lösung sein.

00:15:35: Also Martin für dich mein Tipp mach mal etwas das kein Ziel hat!

00:15:40: Was nicht einer Optimierung von irgendwelchen Prozessen dienst.

00:15:45: Einfach nur machen weils Spaß macht.

00:15:47: Und ich habe übrigens muss ich kurz erzählen Ich hab was tolles gefunden da könnt ihr jetzt lachen.

00:15:51: Meine Frau hat ja kürzlich also schon länger einen Teich haben wollen.

00:15:56: Den wollte sie schon länger aber jetzt ist er gebaut Und da wir ja nicht so viel Platz haben in unserem Garten, der ist wirklich handtuchgroß ging er ziemlich in die Tiefe.

00:16:04: und wer mir auf Instagram folgt hat vielleicht schon mal gesehen ein paar Fotos davon.

00:16:09: Unser Schwiegersohn der ist begeisterter Teichbader inzwischen und der geht dann so bisschen in die Knie und dann ist er bis zum Hals in diesem Teich versunken.

00:16:17: Ja?

00:16:18: Und dieser Teich ist wirklich direkt vor unserer Tür.

00:16:21: Da gehe ich dann auch jetzt wenn man im Podcast fertig sind, da geh ich dann kurz raus.

00:16:25: und da habe ich ein neues Spiel entdeckt.

00:16:26: Ich hab meine Frau kleine Porzellanfische geschenkt, extra für ein Teig.

00:16:30: Die schwimmen da drin ganz tolle Farben.

00:16:33: aber da wir ja auch so einen Wasserfall haben, so klein gehen die natürlich immer in eine Ecke.

00:16:37: meine Frau sagt immer Ja sie verkriechen sich in der Höhle.

00:16:40: Wozu habe ich die denn wenn die dann in der Höhe sitzen?

00:16:42: Also ist mein Spiel.

00:16:44: Ich hab so ein Casher extra gekauft für fünf Euro und dann hole ich den wie so ein Kind, hole ich immer die Fische.

00:16:50: Casher die wieder aus dem Eck wo sie sich da rein hauen.

00:16:53: also wie gesagt die sind nicht lebendig das sind aus Porzillan die Mitte und dann durch die Bisse nach links, dann gucke ich wie sie weiterschwimmen, ob die wieder in die Richtung.

00:17:02: Und da muss ich so richtig da spielen bis die in dem Fluss sind wo sie nicht gleich wieder in ihre Höhle reinschwimmen würden.

00:17:09: Du, da kann ich mich drin verlieren Martin!

00:17:13: Ich sitze da zehn Minuten und bin da am Fische rumschieben.

00:17:17: Manchmal, also meine Frau hat ja eine Praxis hier unten und da ist das Fenster direkt raus.

00:17:21: Also manchmal muss ich dann auch sagen jetzt muss sich aufhören weil ihre Kundschaft zieht mich.

00:17:25: ja Und nicht dass sie denken Ja, jetzt hat sie wieder ihre Fische da am Teich.

00:17:31: Also einfach mal unproduktiv sein, faul sein oder irgendwas tun was kein Ziel hat aber was einfach schön ist.

00:17:39: ja und dann kommen wir gleich zu unseren Reflexionsfragen.

00:17:44: Ich habe das Mikrofon ausgemacht weil ich die ganze Zeit das Bild vor Augen hatte und ich hab so abgelacht hier.

00:17:49: Angie hat es gesehen also ihr könnt es leider nicht sehen.

00:17:52: Ich hab die ganze zeit die Hände nach oben gehabt und konnte mich vor Lachen kaum noch halten.

00:17:57: dieses Bild der Angie, die halt die Porzellanfische mit ihrem Kescher einfängt und neu raus setzt.

00:18:03: Großartig!

00:18:04: Also das ist eines der schönsten Bilder dass ich habe für einfach im Augenblick sein weil das sind Dinge.

00:18:13: natürlich hat das jetzt keinen besonders großen Sinn aber es ist einfach eine schöne Aktivität und es macht den Kopf frei.

00:18:21: und deine Frau freut's auch

00:18:23: Naja klar, weil die sieht das ich Spaß an diesem Teich endlich habe.

00:18:27: Aber jetzt kommen wir zur Reflexionsfrage Martin!

00:18:29: Die darfst

00:18:29: du stellen?

00:18:30: Die habe ich mir überlegt... also ihr Lieben Zuhörerinnen und Zuhörer hier kommt meine Reflexion.

00:18:35: Frage Überlege ob Du auch so einen Fische im Teich herumschieben Moment für Dich heute finden kannst.

00:18:44: Sehr gut Und dann hab' ich gleich eine Idee Martin Für diesen Moment wo Du nichts

00:18:51: tust Denn es

00:18:53: gibt Tara, ich glaube wir müssten so einen Ton einführen sowas.

00:18:58: Es gibt eine neue Rubrik und die heißt der Soundtrack deines Lebens Und zwar Martin du hast das ja schon jetzt.

00:19:06: seit Wochen hast Du gesagt immer wieder wenn wir von Musik sprechen und so Lass uns doch mal irgendwas machen mit Musik.

00:19:11: Ja Wir haben jetzt eine Playlist auf Spotify Die heißt tanzen geht immer Angie's Talk, ohne Apustroph alles.

00:19:20: Ihr müsst nur richtig Angie schreiben so wie es hier geschrieben ist.

00:19:24: Tanzen geht immer und da werden wir jedes Mal in einer Folge jeweils ein Lied reinlegen und diese Liste wird wachsen!

00:19:33: Ich war ja früher DJ'n-Angie-L-O-Vee Love und ihr könnt mir glauben ich habe gute Lieder.

00:19:40: Wir haben alte neue... jetzt ist die Liste noch sehr klein.

00:19:43: Wir starten mal mit dem ersten was reinkommt.

00:19:46: Martin Was ist denn dein Lied?

00:19:48: Das ist eines meiner Lieblingslieder.

00:19:51: Das verbindet mich mit meiner Gattin ganz besonders, weil es die Momente beschreibt wo wir langsam miteinander getanzt haben in unserer jugendlichen Verliebtheit.

00:20:02: ja genau Angie macht das grad vor.

00:20:04: sie swingt so ein bisschen im Hintergrund.

00:20:06: ich kann Sie sehen und ihr würde mich jetzt auch ein bisschen zwingen sehen.

00:20:09: Das ist das Lied von James Morrison You Give Me Something.

00:20:16: Ich liebe dieses Lied.

00:20:16: Ich kenne es auch wunderschön, danke Martin!

00:20:20: Mein Lied?

00:20:20: Ja mein Lied ist von Diana Ross und ich habe es gewählt weil's einfach so... voller Imbrunst würde ich es auch singen.

00:20:30: Ich ist sehr, sehr gerne denn das heißt I'm coming out, coming!

00:20:35: Von Diana Ross entstand ein neunzehntundachtzig und der Grund war dass die dieses Lied geschrieben haben waren in New York und haben dort Drag Queens gesehen und haben beschlossen sie möchten einen Lied für die Community, für die Quere Community schreiben und da ist dieses Lieder rausgekommen.

00:20:52: In den achtziger Jahren I'm Coming Out kann man wunderbar drauf Tanzen.

00:20:57: Und da kommen wir zurück zur Gegenwart, tanzen geht immer haben wir gesagt und wir verbringen ja leider viel zu viel Zeit damit unser Leben zu planen abzusichern in die Zukunft zu denken wird es alles laufen wird alles richtig sein?

00:21:13: und dabei vergessen wir manchmal dass dieses leben ja längst stattfindet.

00:21:20: Wir können tanzen in der Küche, wir können singen, wir kann luft holen Aber während wir auf später warten und noch schnell dies oder das erledigen, oder auf das große Ereignis hinfiebern – wenn dann!

00:21:32: Wenn der Urlaub ist dann.

00:21:34: Da verpassen wir das jetzt.

00:21:36: Denn unser Leben besteht ja nicht nur aus großen Eregnissen sondern es besteht aus diesen kleinen Augenblicken dazwischen dem Jetzt, diesem zufälligen Gespräch oder vielleicht diesem im Teich die Fische hin- und herschieben, das spontane Tanzen Das schöne Kochen, auch wenn gar keine Gäste

00:21:59: kommen und die

00:22:01: vielen menschlichen Begegnungen, die uns gut tun.

00:22:05: Danke dass ihr heute zugehört habt und uns diesen Augenblick eures gegenwärtigen Lebens geschenkt haben

00:22:13: um uns

00:22:13: zuzuhören.

00:22:14: bei Angie's Talk.

00:22:16: Passt gut auf euch auf.

00:22:17: wir hören uns nächste Woche und denkt dran I'm coming out!

00:22:21: Tschüss!

00:22:33: mehr Inspiration.

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