F117: Bist Du Opfer oder Pirat? Unser Gast: Stefanie Voss
Shownotes
Mut statt Mittelmaß – was wir von Piraten fürs echte Leben lernen können Was haben Piraten mit unserem Alltag zu tun? Mehr, als Du denkst. In dieser Folge spreche ich mit Stefanie Voss über Mut, Freiheit und die Frage, warum wir so oft den sicheren Weg wählen – obwohl wir eigentlich spüren, dass da mehr für uns möglich ist. Wir schauen hinter die Kulissen der sogenannten „Piratenstrategie“ und übertragen ihre Prinzipien direkt in unser Leben und unseren Arbeitsalltag. Darum geht’s in dieser Folge: • Warum Anpassung oft bequemer – aber selten erfüllend ist • Was echte Piraten anders gemacht haben als viele Organisationen heute • Wie Du Deinen eigenen Kurs findest, statt nur mitzuschwimmen • Welche kleinen Entscheidungen große Wirkung entfalten können • Wie Mut im Alltag wirklich aussieht – ohne große Bühne Für Dich zum Mitnehmen: Diese Folge ist keine Anleitung. Aber sie ist ein Impuls, genauer hinzuschauen – auf Deine Entscheidungen, Deinen Kurs und das, was Dich wirklich antreibt.
🎙️ Mein Gast: Stefanie Voss - https://stefanie-voss.de/ Autorin, Impulsgeberin und Expertin für moderne Führung mit ungewöhnlichen Perspektiven.
Transkript anzeigen
00:00:00: Freiheit, Mut und eine Frage die alles verändert.
00:00:04: Lebst du wirklich dein eigenes Leben oder erfüllst Du nur die Erwartung in anderer?
00:00:10: Oder wie unser Gast sagen würde was willst Du sein Opfer- oder Pirat?
00:00:31: Herzlich willkommen, ihr Lieben da draußen.
00:00:32: Aber heute sage ich ein kräftiges Ahoi!
00:00:35: Martin, Ahoih schön dass du an Bord bist.
00:00:38: wie gehts dir?
00:00:39: Ahoihi
00:00:39: liebe Angie Ich glaube ich habe momentan nur einen Auge.
00:00:43: Ja, das könnte sein.
00:00:44: Denn heute wird es wild, meine Lieben im besten Sinne!
00:00:46: Denn wir haben heute Piraten an Bord unseres Podcasts und ich verspreche euch heute liebe Zuhörerinnen in dieser Folge von Angie's Talk da wird was passieren.
00:00:58: das bringt dich zum Nachdenken und vielleicht sogar zum Umdenken.
00:01:03: Wir haben ein Gast eine Pirate nenne ich sie.
00:01:05: ich begrüße herzlich Stefanie Foss.
00:01:08: Hallo Stefanie
00:01:09: Hallo Angie, hallo Martin.
00:01:11: Ich danke euch sehr dass ich hier sein darf und so originell.
00:01:14: mit dem einen Auge bin ich tatsächlich noch nie anmoderiert worden und wir klären das natürlich bitte auch im Laufe des Gesprächs was es eigentlich mit dieser Augenklappe auf sich hat.
00:01:23: ganz genau das klären wir.
00:01:25: wie komme ich denn zu Stefan die FOSS überhaupt ihr lieben da draußen?
00:01:28: Ich habe vor ein paar Monaten ein Buch entdeckt.
00:01:32: Das hat mich wirklich in seinen Bann gezogen.
00:01:34: Es heißt die Piratenstrategie ohne wenn und aber, es ist kein Roman!
00:01:41: Es ist eine Art Lebenshilfebuch sowas in der Art ja?
00:01:45: Und inzwischen habe ich's gelesen... Und dann war ich sofort eine Piratin im Sinne dessen, dass sich mir dachte die Frau, die das geschrieben hat.
00:01:53: Die muss ich kennenlernen und die muss ich anrufen und die muß ich in Podcast einlagen!
00:01:58: Das habe ich jetzt getan und genau und ich freue mich sehr, dass du zugesagt hast um dich mal zu beschreiben.
00:02:04: Ich mache es mal so wie du dich auch selber vorstellst was mir imponiert Weltumseglerin gleichzeitig auch Karriere gemacht in einem DAX-Unternehmen vorher Du bist Coach, du bist Rednerin und eben Autorin.
00:02:18: Ein neugieriger und offener Mensch!
00:02:21: Ich sage jetzt mal – du bist eine Piratin.
00:02:23: Liebe Stefanie was für eine Piratin bist du?
00:02:28: Ja ich bin eine Pirerin und setze ganz gerne etwas vor den Begriff Piratinnen und sage ich bin ein Businesspiratin.
00:02:36: Und was meine ich damit?
00:02:38: Ich bin keine Systemsprängerin.
00:02:41: Also Piraten kann man ja sehr unterschiedlich interpretieren, ich habe mich sehr viel mit historischen Piratinnen und Piraten beschäftigt und mir ist es immer ganz wichtig zu sagen, Piraten kannten Regeln, Pirate kannten Struktur und genau das tue ich auch.
00:02:56: und trotzdem gibt es Dinge die ich sehe, ich sage mal beherzt hinter Frage und gerne auch mal auf den Kopf stelle und das ist für mich eine Business-Piratin also Anarchistin.
00:03:07: Ich glaube an gewisse Dinge, die uns verbinden, an gewissen Regeln dass sie hilfreich sind um das menschliche Zusammenleben zu fördern.
00:03:14: aber ich habe so den Eindruck wir haben uns ein bisschen über reguliert an verschiedenen Stellen und wir engen uns vor allem selbst wahnsinnig oft sehr stark ein und Piratenspirit kann helfen oder diese zu engen Ketten die wir uns da anlegen ein Stück weit wieder zu sprengen.
00:03:33: So würde ich mich, glaube ich als Business Piratin bezeichnen.
00:03:36: Okay, das relativiert schon mal ein klein wenig.
00:03:40: Lass uns mal einen wenig zurückgehen in deine Historie bevor du Piratin wurdest!
00:03:45: Ich erinnere mich, wenn wir ein bisschen im Vorgespräch auch uns unterhalten... Du hast deine Ausbildung bzw.
00:03:51: deinen Abitur gemacht, gestudiert.
00:03:53: Da musst ich so schmunzeln?
00:03:55: Du hast glaube ich wirklich das weiße Blüschen und den blauen Anzug angezogen und bist in einen großen DAX-Konzern gegangen und hast da auch relativ schnell Karriere gemacht.
00:04:05: Wann kam denn dann der Bruch, weil?
00:04:07: dann steht plötzlich drin Weltumseglerin?
00:04:09: Was ist da passiert in deinem Leben?
00:04:11: Also kleine Korrektur.
00:04:12: Ich habe tatsächlich nicht studiert sondern ich habe eine Abiturientenausbildung gemacht, eine kaufmännische Ausbildung.
00:04:17: jetzt bin ich geboren und aufgewachsen in Leverkusen.
00:04:20: Da darf man eigentlich nur ein einziges Mal raten bei welchem großen Konzern ich denn wohl meine Karriere begonnen habe Und tatsächlich war ich total auf Karrieren gepolt und hab so gedacht ja klar hier Kaufmännischer Ausbildung aus Land Management-Karriere.
00:04:35: Und natürlich bin ich irgendwann im Vorstand, ist ja ganz klar!
00:04:39: So und die Weltumsegelung, die ich dann gemacht habe noch zu meiner Zeit in Bayer Konzernen hat sich ein Stück weit aus Zufällen ergeben.
00:04:47: tatsächlich war Ich für Bayern im Ausland hab da gearbeitet Und nach zwei Jahren schon wurde mein Auslandseinsatz beendet bzw.
00:04:55: er sollte sich verändern, ich sollte von Argentinien umziehen nach Brasilien.
00:05:00: und jetzt hatte ich gerade Spanisch gelernt.
00:05:02: Ich war sehr happy in Buenos Aires und ich wollte nicht nach Brasilian.
00:05:05: Nichts gegen Brasilien bitte nichts gegen irgendwelche Brazilianen an die hier vielleicht reinhören.
00:05:09: aber ich hätte nach Sao Paulo ziehen müssen ich hätte einen anderen Vorgesetzten bekommen ich hätte Portugieses lernen müssen und irgendwie fand ich die Idee nicht super.
00:05:17: Und durch Zufall habe ich erfahren, dass eine Gruppe von Schiffen um die Welt segelt und hab gedacht, ach so ne Weltumsegelung.
00:05:24: Das wäre doch meine coole Idee!
00:05:26: Ich hatte einen Segelschein gemacht, bin familiär ein bisschen seglerisch vorbelastet... Ja und so kam es zu der Weltumsegelung.
00:05:32: Und ich bin tatsächlich, aber das ist wichtig nach dieser Segelreise wieder zurück in den Großkonzernen.
00:05:37: Ich habe noch viele Jahre danach im Konzern gearbeitet und der Wechsel in die Selbstständigkeit hatte dann später andere Gründe.
00:05:44: Aber so kam ich zu dieser Weltum.
00:05:46: segelungen Naja und das war auch schon ein bisschen piratisch weil ehrlich gesagt mit Mitte zwanzig eine sehr vielversprechende Karriere mal eben zu pausieren.
00:05:56: Da haben mir damals ganz viele Leute gesagt, oh Gott du bist bescheuert und das funktioniert nicht.
00:06:00: Und die werden dich vergessen!
00:06:02: Witzigerweise war das Gegenteil der Fall denn nach meiner Weltumsegelung war ich dann im Bayer-Konzern.
00:06:09: Ich will schon sagen, ich war so ein bisschen bekannt wie ein bunter Hund.
00:06:12: Klasse!
00:06:12: Jetzt weiß ich warum du mir so sympathisch bist, Stefanie von Anfang an.
00:06:16: Ich habe auch nichts studiert bzw.
00:06:18: ich habe zwei Semester Versuch zu studieren.
00:06:21: Hab dann gemerkt das interessiert mich nicht so wirklich und hab aufgehört.
00:06:24: Und liebe Hörerinnen da draußen gerade die Jüngeren unter euch Wieder mal ein Beispiel, ich kenne da übrigens mehrere.
00:06:31: Du musst nicht diese ganze Litanei dieses Studieren und akademische Titel sammeln.
00:06:35: du kannst im Leben wirklich groß rauskommen wenn du auch andere Wege gehst und das ist auch eine Art Piratentum.
00:06:42: Stephanie beweist es genauso wie ich es euch zeigen kann super!
00:06:46: Also das freut mich schon mal sehr.
00:06:48: Dann bist du weltumsegelt, lass mich mal kurz zu meine Gedanken schweifen lassen.
00:06:54: Segelschiff jung in den zwanziger Jahren.
00:06:57: Romantik.
00:06:58: ich höre den Rod Stewart förmlich Sailing singen.
00:07:01: war es so Stefanie?
00:07:04: Ja also diese Vorstellung hatte ich natürlich auch bevor ich auf die Reise gegangen bin.
00:07:09: ganz ehrlich eine Weltumsägelung ist ne ganz ganz andere Erfahrung und das spannende is wirklich Ich war unfassbar naiv, ich habe mich unfassbaar getäuscht und es waren natürlich im ersten Moment wahnsinnig hart so auf dem Boden der Tatsachen.
00:07:25: Auf einem Segelschiff anzukommen weil letztendlich du sperrst dich für sehr lange Zeit mit Menschen die du dir nicht ausgesucht hast in sehr engem Raum ein Und dann ist auch die Rahmen-Situation jetzt nicht immer so wahnsinnig förderlich.
00:07:39: Also nein, es war ganz, ganz anders.
00:07:42: Ich hatte ziemlich große Schwierigkeiten auf dem Schiff zumindest mal in den ersten Wochen und Monaten... ...und das was wir heute im Coaching so schön als Selbstreflektion bezeichnen, dass ist mir durch diese Weltumsegelung sehr früh in meinem Leben naja man könnte sagen auf dem silbernen Tablett serviert worden.
00:07:59: Man könnte auch sagen mehr ist die Torte ins Gesicht gehauen wurden.
00:08:02: ich habe also sehr früh gelernt mit mir selber und meinen eigenen Verhaltensmustern zu beschäftigen.
00:08:08: Denn ein Kollege von mir hat das mal schön ausgedrückt, der hat zu mir.
00:08:11: als ich dann zurück war und wieder bei Bayer gearbeitet habe, hat einen Kollegen einmal zu mir gesagt, ach Stefanie früher wolltest du mit dem Kopf durch jede Wand?
00:08:20: Und auf der Weltumsegelung hast Du gelernt es gibt auch Türen.
00:08:25: Sehr gut!
00:08:27: Ja und die Tünen haben sich dann geöffnet.
00:08:32: Du bist zurück vom Schiff in den großen Konzern und trotzdem hast du dann eine sehr große und schwere Tür geöffnet, in die Selbstständigkeit.
00:08:40: Warum macht man das?
00:08:42: Weil muss noch kurz vorweg sein!
00:08:43: Du hast bestimmt sehr gut verdient, Stefanie.
00:08:45: Wir reden hier von Management-Gehältern.
00:08:48: Warum mache ich das und gehe in eine Selbständigkeit wo man ja schon gucken muss wie man auf den grünen Zweig
00:08:54: kommt?!
00:08:55: Ja, also tatsächlich hatte das und es ist mir immer ganz wichtig zu sagen.
00:08:57: Es hatte gar nichts damit zu tun dass ich jetzt irgendwie fand Bayer wäre ein schlechtes Unternehmen oder die Konzernwelt wäre so wahnsinnig böse oder so.
00:09:05: Das hat mich überhaupt nicht angetrieben.
00:09:06: Ich war sehr gerne bei bayer und habe da bis zuletzt wirklich wirklich gerne gearbeitet.
00:09:10: Der Hintergrund war ganz banal der ich hatte eine Abteilung leitungsposition ich hatte globale projektverantwortungen Ich war auch relativ viel unterwegs Und ich hab mein zweites Kind bekommen Und habe einfach für mich entschieden, ich möchte mein Zeitmanagement anders strukturieren.
00:09:27: Und letztendlich hört sich jetzt auch wieder ganz bescheuert an Ich habe mich selbstständig gemacht um weniger zu arbeiten und das hat tatsächlich funktioniert.
00:09:36: Das funktioniert bis heute Denn ich bin natürlich in meiner Selbstständigkeit am Ende ein Herr der Menge an Projekten, die ich annehme oder eben auch nicht annehmen.
00:09:47: Ich bin auch viel unterwegs und arbeite fasenweise sehr viel aber kann mir große Zeiträume frei nehmen.
00:09:53: Mir war klar dass das mit meiner Abteilungsleitung nicht funktionieren würde bzw.
00:09:59: ich wäre einfach der Stelle gar nicht mehr gerecht geworden Und das hat dann für mich zu dem Gedanken geführt, dann ist vielleicht die Selbstständigkeit eine gute Option.
00:10:08: Genauso hab ich das gemacht!
00:10:10: Ich bin in die Selbständigkeit gestartet und habe geguckt wie funktioniert es für mich?
00:10:14: Passt das für
00:10:15: mich?!
00:10:15: Ich hab das ehrlicherweise in der Elternzeit gemacht, also erst mal Elternzeit genommen und habe aber relativ schnell festgestellt zum einen macht's mir Freude zum zweiten bin auch ein Typ der das gut kann und du sprichst es an Natürlich habe ich mich von den riesengroßen Gehaltssprüngen verabschiedet.
00:10:31: Also, ich komme aus der chemischen Industrie und war sehr jung Abteilungsleiterin.
00:10:35: Wenn es mir ums Geld gegangen wäre, dann hätte ich mich nie selbstständig machen dürfen – das ist ganz klar!
00:10:41: Geld war aber nicht mein einziger Treiber.
00:10:44: Dazu will ich sagen, Geld war jetzt kein Treiber!
00:10:46: Es ist mir nicht egal was ich verdiene.
00:10:48: Ich finde, Geld ist wichtig und hat auch tatsächlich eine antreibende Wirkung, aber es war nicht das Wichtigste für mich.
00:10:56: diese Entscheidung zu treffen und so für mich zu treffen, dass ich damit gut leben kann.
00:11:01: Ja das ist mir dann mit Mitte dreißig ganz gut gelungen weil ich eben als ich das zweite Mal schwanger war dann doch schon auch sehr klar war was ich wollte und vor allem auch was ich nicht mehr wollte.
00:11:13: Jetzt mache ich einen kleinen Sprung, Stefanie.
00:11:16: Du hast also dich verabschiedet von dem sicheren Job bei Bayern und dem sehr guten Gehalt in die Selbstständigkeit?
00:11:24: Du hast dann schon das zweite Kind bekommen.
00:11:26: Du bist ja auch ein passende Mann dazu.
00:11:27: Also ihr seid eine Familie, habt Familienleben ... Dann sagst du, wolltest du selbst bestimmen wie dein Tag aussieht der sicherlich voll war schon zwei Kinder usw.
00:11:38: Jetzt meine Frage weil ich weiß will ja auch ein Buch schreiben, aber ich weiß genau.
00:11:44: Erstens ist es nicht einfach.
00:11:45: Zweitens verdient man mit dem Buch nicht viel Geld?
00:11:48: Warum hast du einen Buch geschrieben und wie bist du denn auf diese Idee mit den Piraten
00:11:53: gekommen?".
00:11:54: Ja, das sind ja jetzt direkt mehrere Fragen und ich fange mal an.
00:11:56: Und das Lustige ist ... Ja, ich habe ein Buch geschrieben aber eigentlich hab ich viel zu spät einen Buch geschrieben.
00:12:03: Es ist eine lustige Geschichte insofern.
00:12:05: Ich hab ungefähr im Jahr zwei tausend zwölf dreizehn angefangen mich auch auf dem deutschen Spiekermarkt umzutun hab angefangen Vorträge zu halten und war damals dann in einer Redneragentur unter Vertrag der damaligen Inhaber dieser Agentur.
00:12:19: Der hat mir also von Tag eins gesagt Stefani du brauchst dein Buch und jeder Redner braucht ein Buch und du bist keine gute Rednerin, wenn du kein Buch hast.
00:12:26: Und wenn jemand mir sagt was man machen muss dann bin ich ja schon so ein bisschen allergisch?
00:12:33: Dann hab' ich irgendwie nur gedacht.
00:12:34: Ja und wer schreibt über die Weltumsegelung einen Buch?
00:12:36: und ich such dir den Ghostwriter und so.
00:12:38: Ich wollte nicht über meine Weltum segelungen einen Buch schreiben.
00:12:41: Ne, ich hatte Schwierigkeiten mich auch mit meiner eigenen Erfahrung anzufreunden und ich fand es war gar keinen Buch wert.
00:12:47: Naja lange Rede kurzer Sinn!
00:12:48: Ich habe mich also innerlich sehr gegen diese Idee gesträubt und hab's auch nicht gemacht.
00:12:53: Und viele, viele Jahre später habe ich dann mit genau diesem Inhaber der Redneragentur ein Gespräch geführten und gesagt, so.
00:13:00: Ich bin jetzt deine meistverkaufte Rednerin in deiner Agentur.
00:13:04: Würdest du sagen, ich bin im deutschen Markt erfolgreich?
00:13:06: Und er sagte ja bist du!
00:13:08: Dann hab' ich bewiesen dass man erfolgreiche Rednerinnen sein kann ohne Buch.
00:13:14: Da musste er natürlich lachen Und das war für mich der Moment, wo ich gedacht habe so jetzt könnte ich eigentlich auch ein Buch schreiben.
00:13:20: Weil jetzt hab' ich bewiesen dass es auch ohne Buch geht und die Piraten sind tatsächlich als Thema mir so ein bisschen vor die Füße gefallen.
00:13:26: und als ich mich in dieses Thema verliebt und auch reingefuchst hatte und ziemlich viel recherchiert hatte, war mir klar, dass da wirklich etwas drin steckt was ein Buch wert ist.
00:13:38: und das ist das große Thema Wagemut oder wagemutig sein, wagemütiger werden Und ich habe festgestellt, dass sich historische Piratinnen und Piraten super als Inspirationsquelle eignen.
00:13:48: Ich hatte das schon ein paar Jahre dann auch als Vortrag usw.
00:13:51: ausprobiert und hab nur gedacht oh krass!
00:13:54: Das ist richtig cool.
00:13:55: da gehen also die Leute nehmen es an sie können damit was anfangen und da war dann eine Buchidee davon der ich gedacht habe ja die verdient wirklich auch einen Buch.
00:14:04: Dann lass mich da gleich eintauchen, das heißt ja die Piratenstrategie.
00:14:07: Ein Leben ohne wenn und aber ist natürlich auch dem Piraten geschuldet?
00:14:13: Aber jetzt mal ganz ehrlich Stefanie heutzutage ja, zwei tausend sechsundzwanzig ein Leben ohne Wenn und Aber bist du dann nicht entschuldige bitte wenn ich sage ein egoistisches Arschloch?
00:14:22: Nein Bin ich nicht.
00:14:24: Ich glaube, ein Leben ohne Wenn und Aber ist ein Leben in dem wir uns ohne Wenn-und-Aber für die Dinge einsetzen, die uns wirklich wichtig sind.
00:14:31: Der Mensch ist ja an allererster Linie mal ein Wesen der Verbundenheit.
00:14:36: Wir sind keine isolierten Egoisten, sondern wir konnten nur überleben weil wir uns in großen Gruppen organisieren können.
00:14:43: Also Ohne Wenn Und Aber meine ich dass wir gerade heute ohne wenn und aber uns einsetzen müssten.
00:14:52: Also angefangen von der Art und Weise, wie wir zusammenleben hier in Deutschland für eine gute Demokratie.
00:14:57: Für Gleichberechtigungen!
00:14:59: Für den Schutz unseres Planeten und und und also ich finde es ist genau die Zeit für Wagemut.
00:15:05: und wagemut heißt für mich ganz ganz häufig dass ich mich dem guten dem wertvollen dem wichtigen verschreibe anstatt immer wieder den Kopf einzuziehen zu sagen, naja wäre jetzt vielleicht schon wichtig oder richtig.
00:15:19: Aber ach nee, die sollen mal die anderen machen und dagegen wollte ich
00:15:22: anschreiben.".
00:15:23: Dann möchte ich jetzt mal Beispiele hören!
00:15:25: Du weißt ja eine Story verkauft sich gut du bist um die Welt gesegelt.
00:15:28: das kann es nicht jeder sofort machen.
00:15:30: Du hast dich von einem Job verabschiedet.
00:15:33: in die Selbstständigkeit kann man jetzt auch nicht immer so schnell.
00:15:35: aber wo kann ich denn im Alltag eine Piratin sein?
00:15:38: Entschuldigung ihr Piraten natürlich auch aber ich rede jetzt mal von uns Frauen.
00:15:42: Ich kann an ganz vielen Stellen eine Piratin sein, im Klein wie auch im Großen.
00:15:47: Ich fange mal mit dem Kleinen an also ich muss ja nicht direkt die Weltrevolution ausrufen.
00:15:52: Ich kann zum Beispiel im Kleinen eine Piratin sein indem ich mich politisch engagiere und da muss ich jetzt auch nicht direkt in den Bundestag wollen sondern ich kann mich in der Kommunalpolitik engagieren.
00:16:02: wenn ich selber Das nicht machen möchte, dann kann ich Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern unterstützen.
00:16:07: Die können das nämlich wahnsinnig gut brauchen!
00:16:10: Und wer das mal gemacht hat und sich mal auf den Marktplatz gestellt hat und mal Flyer einer Partei verteilt hat, der wird auch relativ schnell feststellen – das ist wagemutig in der heutigen Zeit.
00:16:20: So….
00:16:21: Ich kann überall und ständig wenn Menschen etwas für mich tun, mich ganz herzlich bedanken.
00:16:28: bei der Kassiererin oder dem Kassiera im Supermarkt, im Restaurant, beim Postboten.
00:16:33: Ich kann den Getränkelieferanten zwanzig Euro Trinkgeld geben wenn ich in der dritten Etage wohne und das am liebsten auch jedes Mal!
00:16:41: Ich kann mich in der Schule meiner Kinder engagieren.
00:16:44: Und statt zu sagen, ja aber die Behörden müssten mal und wieso ist das alles so unterfinanziert?
00:16:48: Da kann ich mich einbringen!
00:16:49: Ich kann sich an ganz vielen Stellen jederzeit engagieren und Wagemut zeigen und Wagemut heißt in dem Sinne eben nicht immer, die ganz großen Sachen tun sondern die kleinen Dinge tun, die auch mal unkonventionell sind.
00:17:03: Ich kann im Supermarkt jemanden ansprechen, der sich mit einer Tasche schwer tut und fragen darf ich ihnen das nach Hause tragen?
00:17:09: Ja, also es gibt ganz viele Gelegenheiten.
00:17:13: Eine meiner Lieblingstätigkeiten die ich seit vielen vielen Jahren immer mache Ich bin häufig an der holländischen Nordsee unterwegs.
00:17:20: Ich bin standardmäßig ein Plastikmüll-Sammler.
00:17:22: Und natürlich kommt dieser Plastikumüll nicht von mir, den ich da am Strand einsamle!
00:17:27: Ich sammele einfach den Müll anderer Leute ein weil ich immer denke jeder Vogel, jeder Fisch jedes Tier was dieses Plastikt nicht abbekommt ist glücklich darüber und ich sammel das Zeug zusammen.
00:17:38: und ja ich versaue mir dabei die Hände und dass es auch nicht immer schön und ich werde dabei auch übrigens sehr häufig komisch angeguckt.
00:17:44: aber das ist für mich gelebter Wagen.
00:17:46: Ich habe ja dein Buch gelesen und erzählst da noch viele Dinge, die auch Wagemut erfordern.
00:17:52: Und ich hab es dir schon im Vorfeld gesagt – ich liebe dieses Buch!
00:17:56: Ich empfinde mich als etwas mutiger.
00:18:00: Aber noch mutiger durch deine Inspiration, weil da so viel drin ist.
00:18:05: Lass uns mal kurz auf die großen Dinge gehen!
00:18:08: Wo würdest du sagen was haben jetzt echte Piraten besser gemacht als vielleicht aktuell moderne Organisationen oder Unternehmen?
00:18:17: Hast Du da ein Beispiel für
00:18:19: uns?!
00:18:19: Ja, ich bin ja in sehr unterschiedlichen Organisationen unterwegs als Organisationsentwicklerin, als Workshop-Moderatorin und so weiter.
00:18:25: Und das was sich an den Piraten sehr bewundere, an der Art und Weise wie sie sich organisiert haben – und das ist etwas, was ich finde, was in Organisationen wahnsinnig fehlt – Piraten haben sich gemeinschaftlich entschieden, was sie tun werden….
00:18:38: … und dann gab es einen Commitment zu der getroffenen Entscheidung!
00:18:45: ein krasses Problem in großen wie in kleinen Organisationen.
00:18:49: Wir diskutieren eine Sachfrage, sie wird entschieden und sie wird womöglich auch noch protokolliert.
00:18:56: Und schon beim Verlassen eines Meetings oder wie damals in analogen Zeiten bei dem Rausgehen aus einem Besprechungsraum sind da zwei Leute die so ein bisschen nebeneinander her, aber wir machen das nicht.
00:19:08: Also wir haben einen total fehlenden Commitment zu den Dingen, die wir einmal entschieden haben in ganz vielen Organisationen und das kannten Piraten nicht.
00:19:18: Piraten haben entschieden demokratisch abgestimmt.
00:19:21: was ist der nächste Beutezug, den wir unternehmen?
00:19:24: Und wenn diese Entscheidung getroffen war dann hatten alle die Möglichkeit von Bord zu gehen und so sagen ne ich hätte mich anders entschieden Ich will das nicht!
00:19:32: Ich bin nicht dabei.
00:19:33: Aber die, die da geblieben sind Die hatten ein hundertprozentiges Commitment zudem gemeinsam zu der gemeinsam getroffenen Entscheidung.
00:19:43: Und das, finde ich... Das fehlt uns heute!
00:19:46: Wir machen ständig nicht das was wir eigentlich vereinbart haben, was wir machen würden.
00:19:51: Wir betuppen uns da auch so ein bisschen selber und in Organisationen find' ich's einfach irre, ja?
00:19:56: Also da wird dann häufig gesagt Ja, wir haben ein Problem mit Konflikten wo ich immer sage Nee ihr habt kein Problem mit konflikting Ihr habt ein Problem Mit fehlendem Commitment Zu unangenehm Getroffenen Entscheidungen.
00:20:07: Steffi darf mich da mal Einhagen.
00:20:09: Weil ich habe längst eine Studie gelesen, die beandelte die Unzufriedenheit das Unglücklichsein sowohl von Führungskräften als auch von Mitarbeitenden im Unternehmen.
00:20:20: fragt man alle Mitarbeiter in den Unternehmen sagen fast zwei Drittel, über sechzig Prozent.
00:20:25: Sie sind nicht zufrieden mit dem was sie machen.
00:20:28: Geht man weiter und fragt die Führungskräfte?
00:20:30: Oh erstaunlich!
00:20:31: Bei denen ist das genauso.
00:20:32: also über sechszig Prozent der Führungskräfte sind ebenso unglücklich in ihrer Rolle, die sie für dieses Unternehmen haben.
00:20:39: Wo ist denn da das Problem?
00:20:39: bei den Mitarbeitenden, bei den Führerskräften oder beim Kapitän?
00:20:43: Also das ist natürlich schwer mal eben sozusagen, also das Problem grundsätzlich immer da.
00:20:47: Ich glaube diese Unzufriedenheit ist ehrlich gesagt auch ein bisschen was bequemes, ne?
00:20:53: Also zu sagen ich bin ja eigentlich nicht zufrieden und die Chefs sagen die Mitarbeiterin sind schuld, die Mitarbeitenden sagen die Chef sind schult.
00:20:59: alle gemeinsam sagen es ist auf jeden Fall die Geschäftsführung.
00:21:01: Das ist eine ganz schön bequeme Haltung.
00:21:03: Da bin ich ja Systemiker von der Ausbildung her.
00:21:06: Jedes System bekommt die Systemspitze, die es verdient.
00:21:08: jede Systemspitzen bekommt das System.
00:21:11: Und schön zu meckern, machen wir ja auch mal ganz gerne.
00:21:14: Ist halt auch so ein bisschen so eine.
00:21:16: Ich bin ja nicht schuld die anderen sind ja das Problem.
00:21:19: So also ich würde sagen da kommt erst mein großes maß an Unzufriedenheit her.
00:21:24: Ich würde mir angucken Warum verlassen Menschen eine Organisation?
00:21:27: Wenn jemand sich entscheidet zu gehen, dann hat der nicht nur ein bisschen gejammert sondern dann hat er einen grundsätzlichen Wertekonflikt.
00:21:35: Ein Persönlich-Grundflicht etwas was ihn zum Handeln bewegt und das sind die Leute die die interessanten Gründe aufzeigen was in einer Organisation schiefläuft.
00:21:44: Deswegen würde ich mich jetzt nicht.
00:21:45: natürlich wenn alle irgendwie nur rum jammern würde ich jetzt nicht sagen Das ist kein Thema und darum sollte man sich gar keine Sorgen machen.
00:21:52: Ich finde aber auch, da sind wir gleich wieder bei den Piraten.
00:21:55: Wir haben heute ein bisschen ein schwieriges Verständnis von Hierarchie.
00:21:59: Ich sage jetzt mal was sehr Provokantes!
00:22:01: Ich habe im Coaching Klienten die sich bei mir im Coaging darüber beschweren dass ihr Chef oder ihre Chefin sich erlaubt sie nicht in Entscheidungen einzubinden.
00:22:09: Ja also mein Chef entscheidet ständig über meinen Kopf.
00:22:11: meine Chefin macht es einfach ohne mich zu fragen und dann bin ich sehr sehr fies.
00:22:16: dann sage ich nämlich zu meinen Coaching-Klienten Wissen Sie was?
00:22:19: Beim nächsten Mal, da bringen sie bitte mal ihren Arbeitsvertrag mit und dann suchen wir mal diese Klausel wo darin steht.
00:22:25: Bei jeder Entscheidung die mein Chef trifft fragt er mich ob ich damit einverstanden bin.
00:22:31: Ja das ist natürlich auch hart in dem Coaching den Klienten so zu konfrontieren.
00:22:37: Die sind dann auch erstmal so ein bisschen so Momentmal.
00:22:40: Und wo ich immer sage, ganz ehrlich Leute Führungskräfte sind nicht die Klassensprecher der Mitarbeitenden.
00:22:46: Da müssen wir unser Verständnis von Führungen mal kurz aufräumen.
00:22:49: Führungskräfte haben strategische Aufgaben, die sollen eine Richtung definieren und die sollen die Richtungen auch gehen und die haben auch die Aufgabe zu hinterfragen um zu strukturieren wenn das notwendig ist.
00:22:59: und als Führunkraft muss sich bereit sein mich auch bei meinen eigenen Mitarbeiterinnen ein bisschen unbeliebt zu machen.
00:23:05: Wir haben aber ganz häufig Ehrlicherweise gerade in Organisationen, denen es sehr lange sehr gut ging.
00:23:13: Da gibt's so ein Gefühl von Ja aber mein Chef der muss doch dafür sorgen dass es mir gut geht finde ich eine schwierige Haltung.
00:23:21: Ich habe ja den Eindruck das heutzutage Es gibt ja mehrere Lager.
00:23:25: Das was du gerade geschildert hast ist natürlich Sehr sehr präsent Gerade die Menschen die meinen Das Unternehmen, die Firma muss für mich sorgen wie die Eltern früher.
00:23:37: aber irgendwann bist du ja raus aus dem Nest bzw.
00:23:39: da musst du die Verantwortung übernehmen.
00:23:41: und jetzt lasse ich mal auf diese andere Gruppe gehen die genau andersrum sind.
00:23:45: Ich habe auch Coaches die sagen Mensch Ich würde ja gerne, aber ich trau mich gar nicht und sie kriegen eigentlich der Chef.
00:23:52: oder die Chefin sagt was würdest du denn gerne ändern?
00:23:56: Und sie trauen sich gar nichts.
00:23:57: Sie gehen gar nicht hin!
00:23:59: Wie gehst Du mit so jemanden um?
00:24:02: wie machst Du das?
00:24:03: Ja also so jemand braucht auf jeden Fall erstmal eine Stärkung in seinem eigenen Selbstbewusstsein und vor allem braucht er eine Klärung der eigenen Ziele.
00:24:09: Wenn ich überhaupt nicht weiß, wo ich genau hin will und was mir eigentlich wichtig ist im Leben, dann ist es wahnsinnig schwer dafür einzustehen.
00:24:16: Und manchmal fällt das Menschen unglaublich schwer zu sagen, was sie wollen.
00:24:20: Dann fange ich im Coaching andersrum an und sage okay, dann machen wir doch erstmal eine Liste.
00:24:24: Was wollen Sie denn alles nicht?
00:24:25: Was können wir denn schon mal ausschließen?
00:24:27: Dann grenzen wir also insofern ein!
00:24:29: Und wenn Menschen ein klares Zielverständnis haben, dann fangen sie an sich eher dafür einzusetzen.
00:24:35: Dann kommt natürlich, und da mache ich jetzt mal eine Schublade auf.
00:24:38: Hau alle Frauen rein, mach die Schubladen wieder zu.
00:24:40: Ja total pauschalisiert gesprochen!
00:24:43: Aber dann kommen natürlich so Probleme wie Ha, hm, darf ich das?
00:24:46: Traue ich mich das?
00:24:48: Was werden denn die Leute denken?
00:24:50: Bin ich dann nicht irgendwie zu zickig?
00:24:52: Bin Ich nicht zu schwierig wenn ich für meine Interessen einstehe?
00:24:55: Das kommt natürlich auch noch obendrauf.
00:24:57: aber erst Mal würde ich sagen viele Menschen haben keine klare Zielvorstellung.
00:25:03: also diese blöde Frage Sehen Sie sich in zwei, drei, fünf, acht Jahren oder wie wäre es in zwei Jahren wenn es gut wäre?
00:25:10: Ich kann nur aus meinen Coachings berichten dass ich immer wieder Leute da sitzen haben die sagen ja da muss ich jetzt aber erstmal überlegen.
00:25:18: also was will ich denn eigentlich genau.
00:25:22: Super gute Idee, sich das mal zu überlegen.
00:25:24: Weil wenn ich ein Zielbild habe dann kann ich auf jeden Fall was dafür tun mich in die Richtung zu bewegen.
00:25:29: und da sind wir wieder beim Segeln.
00:25:32: Keiner segelt aus dem Hafen ohne klarzuhaben.
00:25:34: wo will ich denn hin?
00:25:35: Ja absolut Das unterstützt auch meine Tischthese, der Martin Kenzi.
00:25:41: Ich sage ja immer im Leben ist es wie mit vier Tischbeinen dein Tisch steht nur dann rund und wackelt nicht wenn diese vier Tischbeine bedient sind.
00:25:49: hört bitte den alten Podcast.
00:25:50: folgen nach und eines dieser Beine ist deine persönliche Visionen Und Menschen die keine Vision haben oder wie du sagst Ziele.
00:25:58: das sind ja Visionen.
00:26:00: da wird dein Tisch nackeln.
00:26:02: Wenn du jeden Morgen aufstehst und gar nicht so richtig weißt wo du hin willst dann wirst du im Hafen dümpeln und das Fischwasser riechen, und kommst nie raus an die frische Luft.
00:26:12: Da könnte ich ganz enthusiastisch werden!
00:26:14: Leute eine Vision.
00:26:15: Martin, notier mal machen wir noch einmal ne Folge Die Vision ist so wichtig ja?
00:26:19: Und sie kann sich auch verändern in dem Leben Das ist ja das Wichtige.
00:26:23: Du kannst ja immer wieder den Kurs auch verändern,
00:26:26: ja?
00:26:26: Genau!
00:26:27: Das ist ganz wichtig – das habe ich übrigens jetzt gerade in meinem Videoblock mal behandelt – dass es auch ganz interessant ist da sind wir auch wieder eingeengt und brauchen ein bisschen mehr Vagemut wie schwer sich Menschen tun wenn sie lange Zeit an einem Ziel festgehalten haben dieses Ziel dann loszulassen.
00:26:44: Ja, also da kommt auch wieder – ich nenne das immer den WWDDLD-Virus.
00:26:48: Was werden denn die Leute denken?
00:26:50: Was wird dann mein Chef denken wenn ich jetzt auf einmal sage Ich will gar keine Führungskraft mehr werden!
00:26:55: Ja was werden denn Die leute denken Wenn ich jetzt doch die Karriere gar nicht so wichtig finde Sondern andere Dinge wichtiger finde?
00:27:01: Und wir machen uns total abhängig von unserem Umfeld anstatt selber einfach zu überlegen Okay vor drei Jahren war das für mich wichtig Und heute ist es das nicht mehr.
00:27:11: Das ist ja interessant!
00:27:12: Was ist denn an diese Stelle gerückt?
00:27:14: Warum setze ich denn heute meine Prioritäten anders?
00:27:17: und genau was du sagst, Ich finde wir dürfen – ich würde fast sagen Wir sollten das auch alle paar Jahre sehr ernsthaft überprüfen, was wir uns da einmal vorgenommen haben
00:27:27: Ja, und dafür jetzt die Schublade wieder öffnen.
00:27:29: Stefanieren die ganzen Frauen wieder rausholen weil du es gerade gesagt hast der WWDDLD Virus.
00:27:36: was werden denn die Leute denken so war's das ist ja auch etwas was wir frauen sehr sehr.
00:27:40: ich glaube dass wird uns schon eingepflanzt mit der Nabelschnur abkapsung oder so.
00:27:45: und dann lass uns doch mal teilhaben.
00:27:49: was kann jede von uns oder auch jeder von uns morgen anders machen Ohne Piratenschiff jetzt gerade, auf dem ich stehe.
00:27:57: Sondern einfach so im Leben, Stefanie!
00:28:00: Also grade der VWD-DLD-Virus setzt natürlich voraus dass ich glaube das alle Menschen mich ständig und anderen beobachten Und das ist eine Fehlannahme.
00:28:10: Wir haben das Gefühl, wir laufen mit so einem Leuchtscheinwerfer auf unserem Kopf durchs Leben aber letztendlich sind für andere nur ne Begleiterscheinung und uns erst mal zu überlegen was es mir denn wichtig?
00:28:23: Was will ich denn?
00:28:25: und sich darüber sehr klarzu werden und dann sich klarzumachen Es beobachten mich gar nicht alle anderen die ganze Zeit.
00:28:31: Ich beobachte nämlich auch nicht alle Anderen die ganzen zeit Und selbst wenn andere Menschen mich beobachten und das nicht gut heißen, was ich da tue.
00:28:41: Sind dass eigentlich Leute auf deren Meinung etwas zähle?
00:28:44: Sind die mir wichtig?
00:28:46: Haben wir Einfluss auf mich?
00:28:48: Sind das Menschen zu denen ich eine Verbundenheit spüre?
00:28:53: Wenn meine Partnerin, meine Kinder, meine Eltern, Geschwister, enge Freunde... mir ein Signal senden, hör mal das irritiert uns jetzt.
00:29:02: Dann würde ich da auf jeden Fall hinhören!
00:29:04: Aber bei allen anderen würde ich mal sagen die dürfen ihre Signale senden und ich darf mir die anhören?
00:29:11: Ich darf da aber auch weghören oder wegschauen und dass ist völlig legitim.
00:29:16: Das ist so was ich als erstes Mal sagen würde, das können wir tun, uns ein Stück weit davon freimachen.
00:29:26: dass es etwas Wichtigeres gibt als Angst, Scham, Konvention und Regeln.
00:29:32: Und gerade dieser Scham und diese Konvention – dieses haben wir schon immer so gemacht -, da reinzugehen und zu sagen okay und nur weil ich das die letzten drei Jahre so gemacht habe heißt das überhaupt nicht, dass sich das heute Morgen oder übermorgen machen muss und mich da immer wieder zu packen.
00:29:46: Das finde ich ist ein ganz einfacher Schritt und wenn du es direkt an den Piraten festmachen willst, naja dann gibts eine ganz einfache Coaching-Technik!
00:29:54: In jeder Situation, wo du denkst, ah soll ich?
00:29:56: Soll ich nicht.
00:29:57: Mach' ich mach' ich nicht!
00:29:58: Frag dich einfach was würde ich jetzt tun wenn ich eine wagemutige Piratin wäre und spannenderweise mit der Frage kommt meistens sofort ein sehr wagemotiger Impuls.
00:30:11: Und das setze ich noch etwas nach Stefanie, was Du mir kürzlich gesagt hast nämlich den Satz Das habe ich noch nie gemacht.
00:30:18: also bin ich ganz sicher dass Ich es schaffe von unserer Geliebten Pipi Langstrumpf.
00:30:25: Und ich glaube, die kennt jeder von euch.
00:30:26: Astrid Lindgren hat es geschrieben aber das ist so ein schöner Satz!
00:30:30: Das habe ich noch nie gemacht.
00:30:31: also bin ich ganz sicher dass ich es schaffe.
00:30:33: und was Stefanie sagt hört auf auf andere zu hören traut euch machtes toll.
00:30:39: also mir geht schon wieder des Herz auf.
00:30:41: trotzdem Stefanie muss sich fragen das klingt alles so toll du bist toll aber das sicher schon mal Fehler gemacht.
00:30:48: magst du uns berichten vielleicht von einem deiner größten fehler?
00:30:51: oder beziehungsweise Was war so, wo du heute sagst?
00:30:55: Das hätte ich lieber anders gemacht.
00:30:57: Also Fehler ist natürlich immer im Nachhinein eine Betrachtung.
00:31:01: War es in dem Moment ein Fehler, das ist mal schwierig.
00:31:03: Ich habe mich auf jeden Fall schon für oder gegen Dinge entschieden und dem nachhineinen gedacht.
00:31:08: ach das hättest du vielleicht auch anders entscheiden können und das wäre die bessere Variante gewesen.
00:31:13: Ich bemühe mich nicht als Fehler zu brandmarken sondern einfach zu sagen okay egal was ich tue alles hat Konsequenzen.
00:31:19: Ja, was ich tue hat Konsequenzen.
00:31:21: Was ich lasse hat auch Konse quenzen ein großer Fehler.
00:31:26: Ich würde mal sagen, ich habe im Laufe meines Lebens und vielleicht ein bisschen zu spät gelernt wie wichtig Verbundenheit ist.
00:31:35: Also ich würde schon sagen, ich habe eben gesagt, ich bin im Kopf durch jede Wand.
00:31:40: Ich hätte gerne ein bisschen früher in meinem Leben lernen dürfen noch mehr und intensiver auf andere Leute zuzugehen und auch mal mich zu entschuldigen oder mich zurückzunehmen.
00:31:50: Das ist sicherlich etwas wo ich so denke das hätte mir ein paar Jahre vorher auch schon ganz gut getan.
00:31:56: Und auf der anderen Seite aber auch genau das Gegenteil.
00:32:01: Manchmal an Beziehungen und damit meine ich jetzt nicht eine partnerschaftliche Beziehung, sondern so an bekannten Freunden auch Kundenbeziehungen.
00:32:07: Dass sich manchmal tickend zu lange an denen festgehalten habe.
00:32:10: es gibt in meinem Buch ein Kapitel das heißt darf Ich dir das tschüss anbieten?
00:32:15: Und sagen wir mal in der Erkenntnis dass unsere Lebenszeit ja das wertvollste ist was Wir haben denke ich heute.
00:32:24: manchen Menschen hab ich in meinem Leben zu viel meiner wertvollen Lebenszeit geschenkt Obwohl ich ein Bauchgefühl hatte, was mir gesagt hat.
00:32:31: Das ist nicht ideal und mit dem Wissen von heute hätte ich mich früher wertschätzend abgegrenzt und diesen Menschen das Tschüss angeboten.
00:32:41: Wunderbares Kapitel!
00:32:43: Ich habe es gelesen und hab mich so abgeholt gefühlt.
00:32:46: Stefanie, ich entdecke wieder eine Gemeinsamkeit.
00:32:49: So ein bisschen Hau drauf, Kopf durch die Wand.
00:32:53: Ich kenne das ja und ich glaube deswegen habe ich mit dir so eine Verbundenheit weil wir da viel gemeinsam haben.
00:32:59: Vielen vielen Dank dass du uns diesen Einblick gegeben hast.
00:33:02: In dem Buch sind noch zwei Kapitel, da weiß ich dass es auch deine Lieblingskapitel sind.
00:33:08: Ich habe mich in eins verliebt, da würde ich gerne dazu fragen weil es einfach ist... Auch der Martin wird es lieben und er kriegt das Buch demnächst und wirds lesen.
00:33:16: Da bin ich sicher!
00:33:17: Und zwar geht's um das Feiern.
00:33:19: Was hat denn das Feieren mit Erfolg zu tun?
00:33:22: Also Piraten haben grundsätzlich einfach immer gefeiert.
00:33:26: Das ist historisch überliefert und da kann
00:33:29: man das schon am Feiern hierhin.
00:33:33: Und dann kann man sich natürlich fragen, Moment mal die wollten doch Beute machen ja?
00:33:36: Die waren Segler.
00:33:37: was sollt ihr denn das mit dieser blöden Feierei?
00:33:39: und wenn man sich mal anschaut wie wir Menschen durchs Leben gehen und wie oft wir morgens ich sage mal mit einer schlechten Laune aufstehen und abends bei der schlechten laune ins Bett gehen.
00:33:48: Piraten ham verstanden dass feiern und spezifisch und das Tanzen und Musik machen, dass das die gute Laune fördert.
00:33:56: Und Piraten hatten halt ein sehr hartes Leben.
00:33:58: also historische Piraten sind wirklich nicht easy peasy durchs Leben geglitten sondern auf der ganzen Welt wurden sie mit der Todesstrafe bestraft.
00:34:07: es war hart es war entbeerungsreich.
00:34:10: segeln zu der damaligen Zeit war wirklich wirklich nicht einfach und Sie haben verstanden dass wenn sie tanzen wenn sie singen wenn sie musik machen gemeinschaftlich dass das etwas für Sie tut, dass das ihre Motivation fördert.
00:34:24: Und ich glaube, dass wir heute ein unglaubliches Feierkorsett mit uns herum tragen ja?
00:34:29: Also nur zum Geburtstag und am besten auch alle zehn Jahre eine große Party!
00:34:34: Ich meine, de facto werden wir jeden einzelnen Tag Einen Tag älter, also jeder Tag im Jahr ist ein Geburtstag.
00:34:40: Und ich muss auch nicht mein zehntes oder mein zwanzigstes Firmenjubiläum feiern.
00:34:43: Ich kann auch feiern!
00:34:44: Ich bin heute sieben Jahre drei Monate und zweiundzwanzig Tage selbstständig.
00:34:48: Ja?
00:34:48: Kann ich auch
00:34:49: machen?!
00:34:49: Ich könnte jeden Morgen aufstehen und mir überlegen was feiere ich denn heute?
00:34:53: Ich könnte jeden Tag mit Musik starten... Ich mache das auch nicht immer und jeden Tag.
00:34:58: Wenn ich aber weiß, ich habe einen sehr anspruchsvollen Tag vor mir, dann ist mein Trick, ne?
00:35:04: Ich nenne das der sechs Uhr dreißig Dance Floor.
00:35:07: Dann mach' ich morgens als erstes in der Küche – ich steh bei uns zu Hause als erste morgens auf und mach Frühstück für die anderen – dann mach'e ich als Erstes meinen Lieblingslied an volle Lautstärke und rocke einmal drei Minuten im Pyjama durch die Küche.
00:35:20: Und jeder, der jetzt sagt ja das geht ja bei mir nicht weil da wacke ich wirklich alle anderen.
00:35:24: doch es gibt eine sensationelle Erfindung die heißt Kopfhörer.
00:35:27: Die könnt ihr euch alle leisten und damit funktioniert das.
00:35:31: Ah dann sehen mich meine Nachbarn in Pyjamas tanzen!
00:35:33: Ja dass ist bei mir auch so und es hat noch keiner geklingelt und mich in die Irrenanstalt eingewiesen und es ist genau das ne?
00:35:41: Dann halte ich aus, dass der Leute vorbeigehen.
00:35:44: Ich denke, ach du scheiße was macht die denn da?
00:35:46: Und ich lächel die an und ja.
00:35:49: Und die starten mit einem irritierten, aber vielleicht dann doch auch fröhlichen Gedanken über mich ebenfalls in den Tag.
00:35:55: Wer das ein bisschen mehr gechallengt haben will, der macht das mit den Kopfhörern im Winter auf den Bahngleisen der Deutschen Bahn wo es schön zugig ist.
00:36:04: Da hilft nämlich das Tanzen gegen's Kaltwerden und da ist allerdings schon ein bisschen Vagemut gefragt weil da gucken dann schon paar mehr Leute komisch wenn man so neben seinem Rollköfferchen auf einmal anfängt ein bisschen rumzurocken.
00:36:18: Du hast mich schon wieder abgeholt, Stefanie.
00:36:20: Ich habe sofort ein Bild vor Augen.
00:36:22: Ich war frisch verliebt mit meiner Frau.
00:36:25: Wir kennen uns jetzt seit guten sechs Jahren und wir waren das erste Mal am Gardasee in einem Italien-Urlaub.
00:36:30: Wir waren schon verlobt aber noch nicht verheiratet und laufen die Promenade entlang und die ganzen Cafés sind an und es strömt... ich bin ja totaler Fan dieser fuffziger, sechskal jahrelieder aus Italien!
00:36:39: Und dann strömte hier ... und ich hab meine Frau geschnappt und wollte tanzen.
00:36:47: meine Frau ist relativ introvertiert und die hat, wir können doch hier nicht tanzen.
00:36:50: Und ich kann ja nur eins sagen ihr Lieben, ihr kennt mein Motto Tanzen geht immer!
00:36:54: Und nach jetzt inzwischen fünf Jahren Ehe, meine Frau kommt noch mal aus Jetzt nimmt sie mich manchmal und tanzt vor mir schon vorher weil wir einfach nichts mehr drauf geben was die Leute um uns rumsagen Denn Tanzen Geht Immer.
00:37:07: Ganz Tolle Sache liebe Stefanie.
00:37:09: Jetzt das zweite Kapitel auf dass Ich Kommen Möchte Da Geht Zum Emotionen und Das Gefällt Mir besonders gut seit über vierzig Jahren in der IT, wo ich manchmal früher mir gedacht habe.
00:37:20: Ich glaube Emotionen geben die immer unten an der Tiefgarage ab.
00:37:24: Du hast im Kapitel neun über die Überschrift nur Tote haben keine Emotionen.
00:37:28: Worum geht's da?
00:37:30: Ja, es geht genau um diesen Wunsch nach weniger Emotionalität.
00:37:34: Den äußern viele Menschen im Coaching, den äußeren sie aber auch vor allem in Führungskräfte-Workshopsen.
00:37:40: ja ich möchte nicht so emotional sein und ich denke immer hey Leute freut euch über jede Emotion die ihr habt weil sie zeigt euch dass ihr am Leben seid das ihr lebendig seid.
00:37:48: und ich beziehe mich in dem Buch sehr stark auf die Arbeit der südafrikanischen Psychologin Susan David die ich einfach an dieser Stelle hier sehr, sehr empfehlen möchte.
00:37:58: Die hat ein Buch geschrieben das heißt emotionale Beweglichkeit und letztendlich geht es darum Emotionen als Wegweiser zu begreifen.
00:38:06: also wenn mich etwas wahnsinnig glücklich macht, wenn mich was wütend macht, Wenn mich etwas enttäuscht, wenn sich etwas ärgert dann ist diese Emotion immer ein Hinweisschild auf mein eigenes Wertegerüst oder auf meine eigenen Glaubenssätze.
00:38:21: Also wenn ich wahnsinnig wütend werde, zeigt das irgendwas was da gerade passiert löst bei mir einen großen inneren Konflikt aus mit irgendeinem Wert und weil dieser Wert so verletzt wird, werde ich jetzt gerade wütent!
00:38:35: Und wenn wir Emotionen so begreifen und sie als Hinweissschilder auf uns selbst nutzen um uns zu erforschen, um mal zu gucken warum ja werde ich hier so wütnd?
00:38:44: Warum bin ich da so enttäuscht?
00:38:46: Warum Bin Ich Da So Ängstlich?
00:38:47: Warum Binnich Da So Sorgenvoll?
00:38:49: warum bin ich hier total überfordert?
00:38:50: Was passiert da gerade, dann können wir unglaublich viel über uns selbst lernen.
00:38:55: Und auch dieser Satz eben, also nur Tote haben keine Emotionen kommt von der Susan David.
00:39:01: Ich finde es ist einfach so eine schöne und klare... ich liebe ja klare Kommunikation, das ist einfach noch mal eine klare Ansage!
00:39:09: Seid froh Leute dass ihr Emotion habt weil sie zeigen euch was euch wichtig ist und Werte die persönlichen Lebenswerte das was in meinem Leben nicht verhandelbar ist, die finde ich sowieso wahnsinnig wichtig.
00:39:23: Da sehe ich auch ein großes Defizit in unserer Gesellschaft, dass viele Menschen über Werte reden.
00:39:28: Die wenigsten haben ihre Werte für sich sehr klar definiert – auch dazu gibt es eine Anleitung im Buch!
00:39:34: ein klares und für uns verständliches Wertegerüst haben, dann wird es eben auch viel einfacher mit diesen Emotionen umzugehen.
00:39:42: Weil wir dann direkt sehen können ach guck mal.
00:39:44: ja das triggert mich so dass triggiert mich so.
00:39:46: ich weiß Das liegt daran dass ich so und so denke dass Ich das für wichtig halte Dass das für mich nicht verhandelbar ist.
00:39:53: und und und Stephanie
00:39:55: Wir Haben ganz wie gehört ich könnte jetzt noch drei stunden mit dir weiter sprechen weil Es wirklich interessant und vor allem so motivierend und inspirierend ist.
00:40:02: Meine vorletzte Frage an dich, gibt es aktuell eine wagemutige Vision die du hast?
00:40:10: Die du uns erzählen würdest.
00:40:11: Ich weiß richtig, die Vision erzählt man natürlich keinen anderen aber wo du drüber sprechen kannst was du gerade vorhast oder planst.
00:40:18: das Buch ist geschrieben dein Laden läuft.
00:40:21: Hast du noch ne Vision?
00:40:23: Also ich habe natürlich Visionen und immer wieder sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext tatsächlich die Vision für das Buch, die ist immer noch total lebendig.
00:40:33: Ich hab' das Buch geschrieben mit dem Anspruch, ich möchte mehr Wagemut in die Welt bringen!
00:40:38: Und wenn du dir anguckst was um uns herum gerade passiert?
00:40:41: Was politisch passiert, was gesellschaftlich passiert... ...was in Sachen Krieg-und Frieden passiert dann wünsche ich mir einfach dass wir den Wagemuth haben, wir alle uns für die Dinge, die uns wichtig sind einzusetzen.
00:40:53: Also wenn du mich fragen würdest, was wäre deiner aktuelle ganz große Vision zum Thema Wagemut?
00:40:59: Ich wünschte mir dass wir wieder mehr anfangen zu demonstrieren auf die Straße zu gehen für das was uns wichtig ist einzustehen egal ob das z.B.
00:41:07: Feminismus ist, ob das Pazifismus ist oder ob das eine starke Demokratie ist oder oder oder dass Menschen sich aus dieser Haltung von ich kann ja sowieso nichts machen verabschieden und sich wieder laut und deutlich und erkennbar und das ist ganz, ganz viele sind.
00:41:24: Das ist meine Vision die ich im Moment habe.
00:41:27: mich freut dass... Ich hab mich damals sehr über Fridays for Future gefreut wie diese Bewegung ganz schnell, ganz riesengroß und allumfassend geworden ist dies ja dann durch die Pandemie quasi so ein bisschen in sich zusammengefallen.
00:41:40: Dann gab es vor einiger Zeit diese korrektiv Recherchen Die auch nochmal ein ganz großes Aufstehen für die Demokratie erzeugt haben.
00:41:47: Auch darüber habe ich mich sehr gefreud.
00:41:51: zwölf und vierzehnjährige auf die Straße gegangen für Dinge, die mir wichtig waren.
00:41:55: Und ich wünsche mir dass wir das alle mehr tun.
00:41:57: und wer nicht demonstrieren will der darf sich gerne einbringen.
00:42:00: Der darf gerne in die Politik gehen eine Partei eintreten ja zu den Stadträten zu den Landesparlamenten zum Bundes Parlament gehen sich interessieren mit diskutieren.
00:42:11: Das ist etwas was ich mir sehr wünsche und vor allem dass wird es natürlich alles orientiert und konstruktiv tun.
00:42:17: Und weil wir gerade über Tote auch gesprochen haben, die ja keine Emotionen haben.
00:42:21: Darf ich noch euch wieder mal ans Herz legen?
00:42:23: Denk dran!
00:42:24: Ihr könnt noch kleiner einsteigen indem ihr einfach Menschen in eurem Umfeld, die euch begeistern, die dich beeindrucken, dir es vielleicht brauchen.
00:42:33: Einfach mal ein Kompliment macht oder ein einfaches auf die Schulter klopfen.
00:42:36: Sei's virtuell finde ich toll dass du das sie das gemacht haben.
00:42:41: Ich unterstütze Sie in Gedanken.
00:42:42: nicht jeder kann auf die Straße gehen aber wie Stefanir sagt seit aktiv und tut was.
00:42:49: Und ihr könnt jetzt auch ganz viel tun, indem ihr wenn ihr Bock habt noch mehr von Stefanie zu erfahren.
00:42:55: geht er in die Show Notes unten rein da ist verlinkt ihre Webseite und auch ihr YouTube Kanal.
00:43:01: oder könnt ihr ganz viele tolle inspirierende Botschaften abholen per Video die wirklich toll sind?
00:43:07: ich habe doch schon reingestöbert das ... manchmal besser als irgendwie in der Netflix-Serie, weil sie es so toll rüberbringt.
00:43:14: Geht da rein!
00:43:15: Und Stefanie die letzte Botschaft möchte ich dir überlassen?
00:43:19: Ja, ich setze doch mal einen ganz kleinen Schritt vorher an... Ich habe die Botschaft ganz zum Schluss für euch aber weil du das gerade sagt ihr könnt noch kleiner anfangen.
00:43:27: zu Weihnachten, in der Vorweihnachtszeit.
00:43:29: Ich hatte keinen Adventskalender und habe gedacht okay dann mache ich mir halt selber einen
00:43:33: Adventskalender.".
00:43:34: Und so klein und unkonventionell kann es sein was hab' ich gemacht?
00:43:37: Ich habe mir überlegt an vierundzwanzig Tagen schreibe ich vierund zwanzig unterschiedlichen Menschen eine E-Mail und bedanke mich für ihre Arbeit!
00:43:45: Und das habe ich gemacht.
00:43:46: und ich habe Journalisten, Journalistinnen und Politiker und Politikern angeschrieben.
00:43:50: Ich habe vor allem die angeschrien deren politische Meinung nicht immer teile.
00:43:55: Ja, das war mir ganz wichtig.
00:43:57: Und ich kann euch gar nicht sagen fast jede dieser E-Mails hat eine ausführliche Antwort bekommen und ganz viel Wertschätzung.
00:44:06: Das können wir alle machen!
00:44:07: Wir können uns bei Menschen die sich für unsere Interessen dafür dass wir hier alle zusammen funktionieren, die sich dafür in den Wind stellen – bei denen können wir uns bedanken.
00:44:17: so klein kann es anfangen.
00:44:19: Die Botschaft, die ich immer habe am Ende meines Vortrags auch am Ende beides Buches Ich weiß natürlich auch nicht, wie die Zukunft wird.
00:44:26: Ich weiß nicht, wies' ... ich bin aber bei einer Sache total sicher.
00:44:34: Konformität ist kein Erfolgsprinzip und insofern seid wahgemutig seit Piratinnen und Piraten und drückt der Welt und eurem eigenen Leben euren eigenen Stempel auf.
00:44:49: Vielen Dank liebe Stefanie!
00:44:52: Wow
00:44:53: Ah, da steckt jetzt so viel Energie drin!
00:44:56: Ihr Lieben heute konnte ich den Mut in dieser Folge förmlich mit meinen Händen greifen und spüren.
00:45:03: Jetzt bleibt natürlich die Frage für euch alle da draußen was macht ihr daraus?
00:45:10: Eins merkt euch bitte es sind nicht die großen Stürme die unseren Kurs verändern sondern das sind die leisen Entscheidungen die wir selber jeden Tag treffen Manchmal unbemerkt, aber mit großer Wirkung.
00:45:25: Und sie beginnen dann wenn du aufhörst zu warten und du sagst so jetzt gehe ich los, jetzt fange ich an!
00:45:34: Jetzt vertraue ich mir selber und setze die Segel.
00:45:37: Und falls du deinen Kurs noch nicht kennst oder gerade in einem Windloch steckst ja dann erinnert dich bitte daran was ich euch immer jedes mal ans Herz lege holt euch Hilfe.
00:45:49: Kein Pirat ist alleine auf seinem Schiff gesegelt.
00:45:53: Er hatte immer starke Hilfe an seiner Seite.
00:45:56: Ahoi ihr Lieben, Allzeit gute Fahrt und wir hören uns nächste Woche bei Angie's Talk mit Martin
00:46:05: und
00:46:08: Angie!
00:46:17: Tschüss!
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